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Klage und Widerklage, Werte und Abrechnung


 

Die Widerklage stellt den Gegenangriff des Beklagten in einem bereits anhängigen Prozess dar. Sie wird zusammen mit dem bereits laufenden Prozess verhandelt und entschieden. Wenn Klage und Widerklage bei Gericht anhängig und zulässig sind, wird in der Regel über sie in demselben Prozess verhandelt. Eine Wieder-Widerklage kann in einem Rechtsstreit nicht mehr erhoben werden, in dem über eine Widerklage bereits rechtskräftig entschieden worden ist.1

 

Widerklage wird erhoben, wenn eine hilfsweise Aufrechnung per Gesetz nicht zulässig ist, z. B. bei Schmerzensgeld- und Unterhaltsansprüchen. Auch kann man mit einem Feststellungs- oder Herausgabeanspruch nicht aufrechnen.

 

Widerklage erhebt man z. B. auch, wenn der Wert der Gegenforderung höher ist als der Wert der Klage, denn dann ist die hilfsweise Aufrechnung unsinnig, weil der Wert der hilfsweise zur Aufrechnung gestellten

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